-[ 26.04.2007 :: JN-Demonstration in Gräfenberg ]-

Zum 6. Mal nun seit November, das heißt jeden Monat einmal, versammeln sich freie und organisierte nationale Menschen in der oberfränkischen Gemeinde Gräfenberg zu einer Demonstration. Anlaß ist immer noch die perfide Taktik der Stadtoberen, das dortige - 1924 erbaute - Kriegerdenkmal Nationalistinnen und Nationalisten zu Heldengedenkfeiern zu versperren.

Bereits für den 20. April 2007 war eine Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Gräfenberg geplant. Diese wurde erst am Veranstaltungstag gegen 14.00 Uhr vom Bayerischen Verwaltungsgericht in Bayreuth (BVG) verboten. Grund des widerrechtlichen Verbotes war die Wahl des Demonstrationsdatums, der 20. April, der Geburtstag Adolf Hitlers. Obwohl das Landratsamt Forchheim richtigerweise von keiner "Adolf-Hitler-Gedenkveranstaltung" von Seiten der JN ausging, hielt man es für das "sittliche Empfinden" der Gräfenberger Bürger nicht vertretbar an einem so "eindeutig nationalsozialistisch konnotierten Tag" eine nationale Versammlung durchzuführen, auch wenn sie in einem vollkommen anderen Kontext steht, der von Seiten des Landratsamtes – wie bereits erwähnt – gar nicht bestritten wird.

Eine Versammlung am 20. April, so das Landratsamt weiter, würde die öffentliche Ordnung unmittelbar gefährden. Das heißt im Klartext, daß sich linksextreme Kreise auf Seiten der Gegendemonstranten aufgrund des Veranstaltungsdatums zu Gewalttaten hinreißen lassen könnten. Allerdings ist dies nicht das Problem der JN und des Nationalen Widerstandes, sondern ausschließlich der Verantwortlichen der Gegenveranstaltung, die offensichtlich nicht in der Lage sind, ihre mobilisierten linksextremistischen Anhänger in den entsprechenden legalen Aktionsrahmen zu verweisen. Ein konsequentes Verbot von Gegenaktivitäten – wie einem sog. "Bürgersparziergang gegen Rechtsextremismus" an diesem Tag – hätte in einem realen Rechtsstaat die Folge sein müssen. Natürlich geschah dies nicht.

Aufgrund der massiven Berichterstattung der lokalen Systempresse um den 20. April haben die Stadtoberen und die Gerichte nun mehr für die Bekanntheit und Erwähnung von Adolf Hitlers Geburtstag beigetragen, als dies irgendeine wie auch immer geartete nationalsozialistische Gruppe hätte tun können.

Interessant ist in der Begründung des BVG's noch der Umstand, daß der 20. April 2007 generell kein Datum sein darf, an dem sich nationalgesinnte Menschen versammeln dürfen. Ob es dabei um den Protest gegen die Spritpreiserhöhung oder den Einsatz deutscher Soldaten im Ausland geht, spielt für das Gericht keine Rolle. Der Anwalt der JN widersprach in seinem Schreiben dieser "Rechtsauffassung"“ und führte an, daß am 20. April in Mitteldeutschland sehr wohl schon nationale Veranstaltungen von höheren Gerichten zugelassen wurden. Das BVG entgegnete daraufhin, daß es sein mag, "dass die Bevölkerung in Thüringen aufgrund der jüngeren deutschen Geschichte insoweit nicht so sensibilisiert ist wie die bayerische Bevölkerung".
Will heißen: Die Mitteldeutschen sind noch lange nicht so umerzogen und besitzen mehr rechtsstaatliches Empfinden, wie das offensichtlich in Bayern der Fall ist. Da es in diesem Punkt in Deutschland allerdings kein zweierlei Recht geben darf, wird von Seiten der JN eine Fortsetzungsfeststellungsklage erwogen.


Welch eine Idylle - ohne Antifa und Gutmenschen!

Wieder zurück nach Gräfenberg. Der nun am 26. April 2007 durchgeführte Fackelmarsch der JN zum gesperrten Kriegerdenkmal lief in der gewohnten Disziplin und Würde ab. Knapp 70 Kameraden und Kameradinnen beteiligten sich an dieser Aktion, was für einen Donnerstagabend und im Hinblick auf die bevorstehenden 1. Mai-Demonstrationen des Nationalen Widerstandes als Erfolg zu werten ist.

Die antifaschistische Aktionsgruppe "Gräfenberg ist bunt" blieb mit Gegenaktionen diesmal überraschend fern. Nicht verwunderlich, daß den Gutmenschen der Initiative offensichtlich die Luft ausgeht. Seit Monaten beklagen sich die dort immer wieder angekarrten Gegendemonstranten, daß sie keine Berufsdemonstranten sind und sie sich nicht ihr Abendprogramm von NPD und JN diktieren lassen möchten. Bisher bestimmte den Feierabend der Gegenaktivisten, wie auch der Polizei, immerhin der Nationale Widerstand.

Vollmundig erklärte das Antifabündnis aber immer wieder, sich aktiv den nationalen Versammlungen entgegenzustellen. Bis auf einen streunenden Köter, der die Trommeln anbellte und ein, zwei volltrunkenen Asozialen, die bei Weizenbier und Schnaps aus einem Biergarten kurz zum Demozug herüberpöbelten, war keinerlei Störung spürbar. Einige den Demozug begleitende Polizisten wurden dabei beobachtet, wie sie am frisch blühenden Flieder rochen und einem Ochsen in einem Kuhstall gut zusprachen. Den Bürgermeister bekamen wir aber auch dort nicht zu Gesicht.

In den Redebeiträgen von Uwe Meenen, dem stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden, wurde deutlich, daß wir die Demonstrationen und Aktionen weiter fortsetzten werden, bis endlich wieder Normalität in der Gemeinde einkehrt. Unter Normalität verstehen wir, daß ein öffentlicher Platz wie ein Denkmal, auch öffentlich bleibt und für jeden Bürger genutzt werden kann, unabhängig seiner Gesinnung. Dies obliegt aber einzig und allein den Gräfenberger Bürgerinnen und Bürger. Gerade der Bürgermeister Wolf aus Gräfenberg steht nicht nur wegen seiner Denkmalpraxis in Gräfenberg massiv in der Kritik.

Michael Paulus, JN-Landesvorstandsmitglied, machte in seiner Rede an einigen Beispielen deutlich, daß nicht nur in Gräfenberg, sondern auch im Rest der Bundesrepublik, seit Jahren ein antinationales Klima der herrschenden Klasse existiert, das jüngst wieder einen CDU-Ministerpräsidenten aufgrund einer nicht vorzensierten Rede den Gang nach Canossa einbrachte.


Gedenken und Mahnen verboten ...welch ein Hohn!

Martin Paulus, Mitglied im NPD-Landesvorstand und ehemaliger Bundeswehrsoldat, rief im Hinblick auf die sich immer weiter ausdehnenden Einsätze deutscher Soldaten für us-imperialistische Interessen insbesondere die jungen Kameraden aus der JN öffentlich dazu auf, keinen Wehrdienst mehr abzuleisten. Daß dies ohne Zivildienst möglich ist, zeigt das folgende Beispiel. Denn wenige Tage zuvor wurde der sonst recht sportliche und kerngesunde JN-Stützpunktleiter aus Fürth aufgrund seiner nationalen Aktivitäten von Seiten der Bundeswehr ausgemustert. Zahlreiche andere Kameraden wurden in der Vergangenheit ebenfalls Opfer der Entnationalsierungspraxis der Bundeswehr.

Als nationale Jugendorganisation war es längst überfällig, das Verhältnis von uns gegenüber der Ableistung von Wehrdienst und Auslandseinsatz für dieses System klar zu definieren. Wir machen uns nicht mitschuldig an us-imperialistischen Angriffskriegen und decken damit auch nicht die Menschenrechtsverletzungen in amerikanischen Konzentrationslagern wie Guantanamo. Daher ist die kompromißlose Ablehnung von Wehrdienst und Auslandseinsatz innerhalb der Bundeswehr nur mehr als konsequent. Unsere Kameraden werden tagtäglich im Kampf um Deutschland gebraucht und ihr Blut ist zu schade, als daß es im fernen Kabul, Bagdad oder sonst wo in der Welt für "Uncle Sam" auf staubigen Gassen sinnlos die Bordsteine hinunter fließt.

Die Aktionen und Demonstrationen in Gräfenberg werden auch in Zukunft unvermindert weitergeführt. Offen bleibt die Frage, wie das Bayerische Verwaltungsgericht in Bayreuth und das Landratsamt Forchheim zwar ein Demonstrationsverbot am Geburtstag Adolf Hitlers begründen können, wenn sie knapp eine Woche später, am Geburtstag eines der größten deutschen Söhne, der weit mehr im Zentrum nationaler Aktivitäten seit dem 08. Mai 1945 steht, eine solche Veranstaltung unwidersprochen zulassen?!

Der von Besatzerhand ermordete Rudolf Heß wüßte darauf sicherlich auch keine Antwort.

 

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