Am Freitag, den 27. Juni 2008, fand in Gräfenberg die mittlerweile traditionelle Monatsdemonstration für die Forderung: "Denkmäler sind für alle da!" statt. Etwas unter 60 Aktivistinnen und Aktivisten aus freien und parteigebundenen Strukturen beteiligten sich daran.
Interessant war an diesem Freitag festzustellen, daß es bereits zum dritten Mal seit unseren monatlichen Aktionen in Gräfenberg zu keinerlei Widerstandsformen der linken Gegnerschaft kam. Im Vorfeld ließen die vermeintlichen Vorkämpfer eines bunten Gräfenbergs verlauten, daß sie diesmal wieder den Nazis "die kalte Schulter" zeigen wollten. Aufgrund des großen Kräfteverschleiß der linksextremen Gegenprotestler, im gleichen Monat während des nationalen Frankentages in der Nachbarortschaft Weißenohe, sehe man sich außerstande, noch einmal innerhalb kürzester Zeit auf die Straße zu gehen und gegen den aufkeimenden Nationalismus "Gesicht" zu zeigen. Diese politischen Ohnmachtsanfälle dokumentieren auch deutlich, daß es sich bei den bisherigen Gegenprotestlern maßgeblich um Gestalten außerhalb Gräfenbergs handelt, die lediglich auf einen Pfiff des Bunt-Bündnisses ihren Allerwertesten auf den Marktplatz der Gemeinde bewegten. Die große Vielzahl der Gräfenberger Bürgerinnen und Bürger hätte gegen eine ein Mal im Jahr stattfindende Gedenkveranstaltung am Kriegerdenkmal nichts einzuwenden.

Jahre zuvor ging das auch vollkommen problemlos von statten. Und daß die von dem Bündnis extra eingeladenen militanten Antifaschisten nur zu solchen Protesten kommen um Gewalt auszuleben - wenn es die Polizei nicht verhindert - wurde in Weißenohe im Gespräch mit dem dortigen CSU-Ortsvorsitzenden deutlich. Daß wir auf die Gesichter der bunten (vermeintlichen) Gräfenberger gerne verzichten können, ist kein Geheimnis. Trotzdem waren wir doch etwas enttäuscht, daß die großmäulig verkündete Widerstandswelle gegen unsere Präsenz in Gräfenberg mittlerweile zu einem Stürmchen im Wasserglas verkommen ist.

Erst klappt die Bereitschaft der "Kooperationspartner von außen" zusammen, jetzt schafft man nicht einmal mehr seine verblendeten Protestschäfchen aus den Rathäusern der umliegenden Gemeinden zusammenzupfeifen. Sind das schon die Erscheinungen eines Sterbenden, oder braucht man beim "Gräfenberg-ist-bunt-Bündnis" nur eine Verschnaufpause, nachdem wir uns den maßgeblichen Antreibern, namentlich Karin Bernhart und Michael Helmbrecht, mit dem Nationalen Frankentag quasi drei Tage in den Vorgarten setzten? Wir wissen es nicht und eigentlich ist es auch nebensächlich. Auch ohne Gegenprotest verlief die Veranstaltung wie immer in aller Ordnung und Andacht. Mathias Fischer, JN-Landesvorsitzender von Bayern, machte in seiner Rede einmal mehr deutlich, warum wir Gräfenberg mindestens einmal monatlich besuchen. Die undemokratische Praxis, mit einem Bauzaun den Besuch eines Kriegerdenkmals zu verhindern, können und werden wir weiterhin nicht widerstandslos hinnehmen. Deshalb steht Gräfenberg mittlerweile bundesweit und über die Landesgrenzen hinaus als Symbol für die Entrechtung nationaler Deutscher. Und deshalb werden die Proteste weitergehen, bis sich an dieser Situation etwas ändert.

Als positiven Nebeneffekt konnten wir noch verbuchen, daß mehrere Wanderer, die das Denkmal besuchten, durch unsere Kameraden aus dem Bauzaungefängnis des dafür eigens gegründeten Vereins "entlassen" wurden. Auf die Frage, warum denn hier so ein Scheiß-Zaun stehe, daß man vom Denkmal nicht mehr runter kommen könne, wurden die Wanderfreunde von uns natürlich umfassend aufgeklärt. Kopfschüttelnd, aufgrund solcher Idiotie wie einer Denkmalsperrung, verließen sie freundlich lächelnd die Gräfenberger Altstadt.

Am Ende der Veranstaltung wurde das Gedicht "1945" (von Martha Sklenka) verlesen. Gewidmet wurde es unserem jüngst zur großen Armee abberufenen Kameraden Otto Riehs, der am 29. Mai 2008 leider verstarb. Otto Riehs, Ritterkreuzträger und bis zu seinem Tode aktiv an der Front des Nationalen Widerstandes, gebührt unser aller Achtung. Er war lebendiges Zeugnis des militärischen, wie auch des politischen Soldatentum im heutigen Kampfe.
Die letzten Zeilen des Gedichtes von Martha Sklenka bezeichneten deshalb die herrschenden Zustände in Gräfenberg und innerhalb des ganzen maroden Systems ganz genau:
"Die Seelen zertreten,
gesprengt das Band -
Das ist unser Leben,
ach Vaterland!"